Wissenswertes über Zehren

Zehren liegt zwischen Meißen und Riesa an der Elbe. Der historische Dorfkern befindet sich an der Mündung des Ketzerbaches. Besonders prägend sind der Kirchberg mit der Michaeliskirche, die felsigen Hänge und der Blick über das Elbtal. Der Ortsname wird auf die altsorbische Grundform „Ceren“ zurückgeführt und bedeutet sinngemäß „felsiger Ort“.

Geschichte

Die Geschichte Zehrens reicht weit zurück. In der Chronik des Bischofs Thietmar von Merseburg wird im Zusammenhang mit dem Jahr 1003 das „Castellum Cirin“ erwähnt. Damit ist die Burg Zehren gemeint. Die Jahreszahl ergibt sich aus dem historischen Zusammenhang der Kämpfe zwischen dem polnischen Herzog Boleslaw I. Chrobry und den Herrschaftsgebieten an der Elbe.

Spätere sichere Schreibweisen des Ortsnamens sind unter anderem „Zehiryin“ (1268), „Cerin“, „Zerin“ und „Czerin“. Die Entwicklung Zehrens ist eng mit der frühen Besiedlung des Elbtals, der Christianisierung und der späteren deutschen Besiedlung des Meißner Landes verbunden.

Landschaft & Elbtal

Zehren ist stark von seiner Lage im Elbtal geprägt. Von Keilbusch aus öffnet sich der Blick auf die Elbe, die Hänge und den Zehrener Kirchberg. Der Ort selbst zieht sich entlang der Felsen und Straßen am linken Elbufer. Über Jahrhunderte bestimmten Hochwasser und Eisgang das Leben der Bewohner; besonders das Hochwasser von 2002 blieb in Erinnerung.

Tier- & Pflanzenwelt

Die Umgebung Zehrens ist durch eine große Vielfalt an Lebensräumen geprägt: Elbufer, Elbwiesen, Ketzerbachtal, Streuobstwiesen, Felsen, Hecken und Buschlandschaften. Typische Tierarten sind unter anderem Reh, Wildschwein, Fuchs, Fasan und Rebhuhn. Über den Feldern lassen sich Mäusebussard, Turmfalke, Habicht und der Rote Milan beobachten.

Auch die Pflanzenwelt ist vielfältig. Genannt werden unter anderem Margerite, Ackerwitwenblume, Glockenblume, Ehrenpreis, Holunder, Wildrose, Brombeere sowie alte Obstbäume. Eine Besonderheit sind die wärmeliebenden Xerothermrasen in der Umgebung mit seltenen Arten wie Wiesenkuhschelle, Karthäusernelke und verschiedenen Steppenpflanzen.

Kurz & wissenswert

Quelle

Quelle: Zusammenfassung nach den Beiträgen zur Zehrener Ortschronik/Festschrift zum 1000-jährigen Bestehen Zehrens (2003): Inge Grimm & Liane Lüders (Einleitung), Karl Liebe (Zehren – erste Erwähnung, 2003) und Gabriele Tillig (Die heimische Tier- und Pflanzenwelt von Zehren und Umgebung).

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